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So gelingt die Arbeit im Home-Office

Das Ende der Gefährdungslage durch Corona ist momentan nicht absehbar. Läden werden geschlossen und viele Menschen arbeiten - wenn es möglich ist, von zu Hause. Nun sitzt man daheim und merkt, dass das Ganze nicht ganz so einfach ist, wie gedacht. Die Kollegen rufen permanent an, die Mails stapeln sich, nebenbei bellt der Hund und - so ganz ehrlich - die ollen Kollegen fehlen einem irgendwie schon. Wir möchten Ihnen ein paar Tipps geben, wie Ihr Home-Office-Dasein für Sie und Ihren Arbeitgeber zum Erfolg wird.

Organisieren Sie sich...

Ein Gespräch am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Für Abteilungsleiter und Chefs empfiehlt sich zu Arbeitsbeginn mit einer kurzen Telefon- oder Videokonferenz - oder einer Mail „an alle“ abzuklären, welche Aufgaben anliegen und wer sich darum kümmert. Gerade, wenn wie in der aktuellen Situation, alle Kollegen an verschiedenen Orten zusammen arbeiten sollen, hilft ein kleines Meeting Informationsverlust zu vermeiden und alle auf dem neusten Stand zu bringen.

Viele Menschen sind es nicht gewöhnt, selbständig ohne Anweisung eines Abteilungsleiters zu arbeiten. In diesem Fall schafft ein solches Gespräch für Sie eine Struktur nach der Sie sich richten können.


Tipp:
Für Ihre Home-Office Arbeit an sich kann es sinnvoll sein – je nach Tätigkeit – Ihre Mails während eines Arbeitstages nur bspw. alle 2 Stunden abzurufen. Mails lenken oft zu sehr ab und sind immense Zeitfresser. Mit dem gezielten Abruf Ihrer Nachrichten schaffen Sie sich Freiräume für konzentriertes Arbeiten.

Tipp:
Halten Sie auch die üblichen Arbeitsmittel für sich bereit. Funktionierende Stifte, Notizzettel oder Post-Its können beim Organsieren der Arbeit helfen. Auch ein Notiz-Block für ToDo-Listen oder Ideen kann eine gute Erinnerungsstütze sein.

Weitere interessante Artikel mit Tipps zur Ordnung im Büro finden Sie unter diesem Text.

Auch mal telefonieren - nicht nur mailen...

Mails zu formulieren dauert seine Zeit. Lesen auch. Oft fehlt es Ihren Kollegen die nötige Muse um sich eingehend mit Ihren Zeilen zu beschäftigen. Nehmen Sie – vor allem für dringende Dinge - lieber den Hörer in die Hand. Das beugt Missverständnissen vor, verkürzt Arbeitswege und stärkt den persönlichen Kontakt zu Ihren Kollegen.

Tipp:
Oft hilft auch eine Mail an einen Kollegen, das er kurz zurück rufen soll, sobald es seine Zeit erlaubt. Stellen Sie dann aber auch sicher, dass Sie erreichbar sind.

Tipp:
Sollten Sie oft telefonieren müssen, bitten Sie Ihren Arbeitgeber um die Anschaffung eines Headsets. Es wird schon nach kurzer Zeit nerven, zu telefonieren und nur mit einer Hand tippen zu können.

Ein ruhiger & bequemer Arbeitsplatz...

Suchen Sie sich einen ruhigen Arbeitsplatz, wenn Sie kein eigenes Büro haben. Natürlich sind ein Schreibtisch und ein guter ergonomischer Stuhl eine wirklich gute Sache. Aber wenn es nicht anders geht, tut es für den Übergang auch mal der Küchentisch. Hauptsache Sie haben Platz zum arbeiten, das Telefon ist in der Nähe, das W-LAN funktioniert und Sie können sich auf Ihre Sache konzentrieren.

Sollte ein Home-Office für Sie eine echte Alternative - und oder längerfristig geplant sein, achten Sie bitte auf Dauer auf eine gute Haltung am Arbeitsplatz. Legen Sie sich einen ausreichend großen Schreibtisch und einen guten Stuhl zu. Ihr Rücken wird es Ihnen danken.
Sollten Sie einen gesonderten Bildschirm haben, den Sie an Ihr Laptop anschließen können, nutzen Sie ihn. Es empfiehlt sich ein Abstand von ca. 70 cm. Nehmen Sie noch eine zusätzliche Tastatur hinzu - und Sie werden merken, das Sie sich während des Arbeitens nicht mehr so sehr verbiegen.

Tipp:
Bedenken Sie auch, das die alltäglichen Wege im Büro wegfallen. Wege zum Kopierer und Drucker oder in die Kantine werden nicht mehr gemacht. Stehen Sie deshalb ab und an mal auf und laufen Sie ein bisschen. Zum Beispiel beim Telefonieren.

Tipp:
Machen Sie es sich ruhig ein bisschen gemütlich. Vielleicht mögen Sie Musik beim Arbeiten, Ihre Lieblingsnascherei in der Nähe (Obacht! ;-)) oder eine heiße Tasse Tee in Ihrer Lieblingstasse. Wenn die Sonne nicht zu grell ist, spricht auch nichts dagegen, eine halbe Stunde mit Laptop auf dem Balkon zu verbringen. Tanken Sie so kurz Frischluft und Sonne während der Arbeit. Das ist gesund und mittlerweile ist es auch hinreichend bekannt: Wer sich wohlfühlt, arbeitet effektiver.

Disziplin!

Beginnen Sie Ihren Arbeitstag wie sonst auch. Schlurfen Sie nicht im Schlafanzug mit Ihrem Kaffee zum Rechner. Und gehen Sie nicht mit dem Laptop unter'm Arm direkt zurück ins Bett. Behalten Sie Ihre normale morgendliche Routine bei und bereiten Sie sich gezielt auf Ihren Tag vor. Legen Sie fest, was erledigt werden muss. Planen Sie den Beginn und das Ende Ihrer Arbeitszeit fest ein und kommunizieren Sie diese auch an Ihre Kollegen. Wichtig sind auch Pausenzeiten.

Tipp:
Gerade zu Hause neigt man dazu wesentlich mehr zu arbeiten als geplant und nur mal zwischendurch ein Häppchen vor dem Monitor zu essen. Nehmen Sie sich statt dessen kurze Zeiten, in denen Sie vielleicht auch mal spazieren gehen oder in Ruhe etwas zu sich nehmen. Pausen schaffen wieder Raum für Kreativität.

Sie vermissen Ihre Kollegen?!

Viele Menschen sind wesentlich effektiver wenn sie zu Hause arbeiten und genießen ungestört arbeiten können. Andere jedoch vermissen ihre Kollegen und den kurzen Austausch in der Kaffeeküche. Rufen Sie Ihre Kollegen dann ruhig mal an, besprechen Sie das, was normalerweise im Vorbeigehen besprochen wird. Hübschen Sie eine Email mit einem lächelnden Emoji auf oder wünschen Sie Ihren Kollegen einfach mal einen „Guten Morgen“ wenn Sie mit der Arbeit beginnen. Sie werden sehen: Da ist Leben am anderen Ende der Datenleitung :-)

Ein Konzept für die Zukunft?

Obwohl sich das Home Office immer mehr etabliert, werden Menschen, die zu Hause arbeiten immer noch „ein bisschen schief angeschaut“. Oft wird schnell geurteilt „der/die arbeitet ja sowieso nichts“ und „so schön wie die/der hätte ich es gerne auch mal“.

Vielleicht bietet die momentan Situation die Chance, auch die Möglichkeiten im Konzept des Home Office zu erkennen. Es ist mittlerweile erwiesen, das man zu Hause effektiver arbeiten kann. Das Arbeitverhältnis an sich könnte so wesentlich flexibler gestaltet werden.  Zu Hause die Arbeit zu erledigen zu können, wenn das Kind krank ist oder beispielsweise Schnee und Eis den Weg zur Arbeit behindern, ist Gold wert. Die oft langen Anfahrtswege zum Büro werden gespart – was unserer Umwelt mit Sicherheit gut tut. Die Option, auch mal "Heimarbeit" zu machen, nimmt aus vielen Situationen Stress -  und hat für Arbeitnehmer und Arbeitgeber durchaus Vorteile.